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Krise und Kritik der Warengesellschaft

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Redaktion EXIT!

Inhaltsverzeichnis:
Leni Wissen: Die sozialpsychische Matrix des bürgerlichen Subjekts in der Krise
Robert Kurz: Die Kälte gegen das eigene Selbst und der Todestrieb des entgrenzten Subjekts
Robert Kurz: Faule Dissidenz. Merkmale eines Syndroms destruktiver Op-position in der kritischen Theorie
Daniel Späth: Querfront allerorten! Teil 1
Bernd Czorny:Das Verständnis von Zeit in der Vormoderne und in der Moderne
Richard Aabromeit: Geld – ist doch klar, oder?
Roswitha Scholz: Wert-Abspaltungs-Kritik und Kritische Theorie
Rezensionen und Glossen
von Gerd Bedszent, Thomas Meyer und Richard Aabromeit

„Wenn notwendig, muss kritische Theorie aber nach wie vor auch den Schneid haben, in einer kärglichen Hütte zu überwintern und sich nicht überall anzubiedern. Entscheidend ist hier der Inhalt und nicht eine falsche Menschelei, leere Offenheit und Leutseligkeit. Vielleicht noch nie war eine kritische Distanz zu den gesellschaftlichen Verhältnissen so notwendig wie heute, in einer Situation, die scheinbar wie keine andere zuvor nach gesellschaftlichen konkreten Alternativen schreit, wobei eine traditionell distanzierte Wert-(Abspaltungs-)Kritik in ihrer ‚Abgehobenheit‘ obsolet geworden zu sein scheint.“
Roswitha Scholz

„Gerade die sogenannte Flüchtlingskrise hätte deutlich machen können, dass nichts mehr geht. In den Flüchtlingen wird die immanente Ausweglosigkeit der Krisensituation deutlich: die Grenzen der Verwertbarkeit von Arbeitskraft in den Überflüssigen, die Hilflosigkeit der weltordnungspolitischen Interventionen in den nicht enden wollenden Kriegen, das Ende der Rechtsform im Ausnahmezustand, der zum Normalzustand wird, wie in Abschottung, Abschiebung und Internierung in Lagern sichtbar wird.“
Herbert Böttcher

„Vermittelt über die Gender-Theorie wurde die postmoderne Verdrängung aller Inhalte und eines Wahrheitsanspruchs in den Feminismus getragen und trieb hier ihr Unwesen. Jetzt ist es gerade die Gender-Theorie, die nicht erklären kann, warum trotz der Angleichung der binären Geschlechtercodes das hierarchische Geschlechterverhältnis nicht verschwunden ist bzw. sogar zu neuem Leben erweckt zu sein scheint. Im Nachhinein zeigt sich, dass gender und queer ein Vehikel bzw. Ausdruck für die sich ausbreitende Krisengeschlechtlichkeit unter narzisstischen Vorzeichen waren und nun das Resultat ihres Treibens nicht verstehen können, da ihr begriffliches Instrumentarium nicht über die kulturell-symbolische Ebene hinausreicht.“
Leni Wissen