Teuflische Schatten - Zwei Frauen gegen die Mara Salvatrucha
Teuflische Schatten - Zwei Frauen gegen die Mara Salvatrucha | ![]() größeres Bild anzeigen ISBN 9783895023170 Preis: €19,90
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Andreas Böhm Teuflische Schatten erzählt die dramatische Geschichte zweier mutiger Frauen in Guatemala. Auf ihrer Suche nach Glück und Liebe geraten sie in den Strudel der Gewalt, die von einer der gewalttätigsten Jugendbanden dieser Welt ausgeht, der Mara Salvatrucha. Diese Bande breitet sich seit Jahren einem Krebsgeschwür gleich von den USA bis nach Mittelamerika aus. Ritualmorde, Erpressungen und Raubüberfälle sind ihre Markenzeichen. Die junge Sandra verliebt sich in Tino, ein Mitglied der Bande, und verbringt mehrere Jahre an seiner Seite, dem Tod oft näher als dem Leben. Ihre Mutter María Bernarda stemmt sich schon früh gegen diese Beziehung, denn sie ahnt die Bedrohung für ihre gesamte Familie. Sie arbeitet mit der Polizei zusammen und nimmt sogar aktiv an Gerichtsverfahren gegen Bandenmitglieder teil. Ihren Mut muss sie im Jahr 2007 mit dem Leben bezahlen. Für Sandra ist dies der Scheidepunkt, an dem sie ihr jahrelanges Schweigen aufgibt und endgültig mit der Mara Salvatrucha bricht. Sie sagt gegen die Mörder ihrer Mutter aus, obwohl sie weiß, dass sie damit selbst zur Zielscheibe wird. Noch heute schwebt die mögliche Rache der Mara Salvatrucha wie ein böser Schatten über ihrem Leben. Basierend auf zahlreichen Interviews, die der Autor Andreas Böhm mit Sandra López geführt hat, führt dieser biografische Bericht nach Guatemala, ein Land, das heute unter einer der weltweit höchsten Kriminalitätsraten leidet. Der Leser erfährt vom tragischen Schicksal einer Familie, das stellvertretend ist für ungezählte andere in Mittel- und Südamerika.
Andreas Böhm wurde 1965 in Bern in der Schweiz geboren. Heute lebt er als freier Autor und Journalist überwiegend in Guatemala, wo er auch Journalistik studiert hat.
Interview (Auszug) in der Westdeutschen Zeitung vom 6.12.2011 Südamerika im DrogensumpfIn Mittel- und Südamerika tobt ein blutiger Kampf um die Vorherrschaft im Drogenhandel. Mächtige Kartelle bekriegen sich gegenseitig um Schmuggelwege in die USA. Auch Schutzgelderpressung, Raub und Auftragsmorde gehören zum Repertoire der Banden, die der Polizei häufig zahlenmäßig überlegen sind. In einigen Ländern wie Guatemala gilt die Kriminalität inzwischen als staatsbedrohend. Weiterlesen...
Interview mit der Jungle World vom 17. November 2011 | ||||||||||||
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