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EXIT! No. 5

  EXIT! No. 5
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ISBN 9783895022661
Preis: €12,00

Seitenzahl 232
Einband Broschur
Abbildungen ohne
Erscheinungsjahr 2008













Es ist nicht der Beruf kritischer Theorie, die Leute „dort abzuholen, wo sie sind“. Das ist der Beruf des pragmatischen Politikastertums und der Populisten, und sei es in „antipolitischer“ Camouflage. Solange die Schwelle des realen Widerstands und der gesamtgesellschaftlichen Konfrontation nicht erreicht ist, kann die wertabspaltungs-kritische Theorie nur die aufflackernden sozialen Konflikte der immanenten Widerspruchsbearbeitung analytisch und ideologiekritisch begleiten, ohne sich die begriffliche Distanz ausreden zu lassen. Der Beitrag theoretischer Praxis zur Umwälzung der Verhältnisse besteht vor allem darin, unbeirrt auf ihrem eigenen Terrain die neue Kapitalismuskritik und damit die „Begriffszertrümmerung“ der noch lange nicht erledigten alten Paradigmen weiterzuentwickeln.

Das vergleichsweise schnelle Erscheinen des vorliegenden fünften Ausgabe von EXIT! ist einem erfreulichen Zufluss von Artikeln zu verdanken, den die Redaktion aber nur zum Teil steuern konnte. Neben dem Thema Mttelschicht und Überflüssigkeit, das den geplanten Schwerpunkt des Hefts ausmacht, ist es besonders die alles rechtfertigende Naturalisierung gesellschaftlicher Verhältnisse, die aus verschiedenen Blickwinkeln kritisch analysiert wird.

Inhalt

  • Editorial
  • Eske Bockelmann: Die Synthesis am Geld: Natur der Neuzeit. Eine Antwort auf Sohn-Rethels Frage nach dem Zusammenhang von Warenform und Denkform
  • Roswitha Scholz: Überflüssig sein und „Mittelschichtsangst“. Das Phänomen der Exklusion und die soziale Stratifikation im Kapitalismus
  • Christian Mielenz: Wie die Karnickel. Biologisierung und Naturalisierung kapitalistischer Phänomene am Beispiel der These einer „Überbevölkerung“
  • Robert Kurz: Der Unwert des Unwissens. Verkürzte „Wertkritik“ als Legitimationsideologie eines digitalen Neo-Kleinbürgertums
  • Anselm Jappe: Sade, unser Freund?
  • Knut Hüller: Vom aufgeklärten Subjekt zur Intelligenz des Schwarms
  • Udo Winkel: Über den schwierigen Umgang mit Rosa Luxemburg


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