Staat, Staatsillusion und linke Mythen
Angesichts der allgemeinen theoretischen Abstinenz – nicht nur, aber auch der Linken – ist es keine wirkliche Überraschung, wenn die wichtigsten Ingredienzen des immer wieder angepriesenen Medikaments zur Überwindung der Krise sind: Staat, Staat und nochmals Staat. Natürlich ein demokratischer. Einer, der „wirklicher Demokratie“, besser noch „absoluter Demokratie“ unterstellt ist. Man könnte annehmen, dass die Staatsgläubigkeit, d.i. die Vorstellung einer „an sich“ neutralen Instanz, die nur „richtig“ agieren müsse, um ein „vernünftiges Funktionieren des Systems“ zu garantieren, vor allem in Zeiten, da die Krise des Betriebssystems die polierte Oberfläche durchbricht, Konjunktur habe.
Mit Beiträgen von Robert Kurz („Es rettet euch kein Leviathan“), Roswitha Scholz („Ohne meinen Alltours sage ich nichts“), Elmar Flatschart („Mit Gramsci auf Abwegen“), JustIn Monday („Eine innere Angelegenheit“), Roland Grimm („Eisenbahn und Staat“), Hanns-Friedrich von Bosse („Mit Ethik gegen die Krise“) und Udo Winkel („Der Geist geistloser Zustände“). |