Edition Menschenrechte
Obwohl nahezu sämtliche Staaten die Kinderrechtserklärung der Vereinten Nationen unterzeichnet haben, sind Kinder überall auf der Welt die wehrlosesten Opfer von Ausgrenzung und Ausbeutung.
Zahllose Kinder leben auf der Straße, werden in Fabriken, Bergwerken, Steinbrüchen und Bordellen ausgebeutet, als Kindersoldaten rekrutiert, für den Drogenhandel und andere Straftaten missbraucht, von der Polizei verfolgt und misshandelt.
Auch bei uns in Mitteleuropa werden Kinderrechte missachtet: Das Recht auf Bildung hängt vom Sozialstatus ab, immer mehr Kinder sind von Armut betroffen, Kinder mit Migrationshintergrund können von Chancengleichheit nur träumen. In diesem Band erzählen zwei Jugendliche ihre Geschichten: Mudhakars ganze Familie ist vor fünf Jahren in Schuldknechtschaft geraten und muss nun in einem indischen Steinbruch Granit für billige deutsche Grabsteine abbauen. Mutarama hat ihre Eltern im ruandischen Bürgerkrieg verloren und musste sich danach jahrelang allein auf der Straße durchschlagen. Ein informativer Sachteil nennt Zahlen und Daten, zeigt Zusammenhänge und Hintergründe auf und diskutiert Wege zur Verwirklichung der Kinderrechte - weltweit und bei uns.
„Dieser Titel aus der ‚Edition Menschenrechte’ des Horlemann- Verlags eignet sich besonders gut, Jugendlichen einen Zugang zu der Problematik zu verschaffen und mit ihnen darüber ins Gespräch zu kommen. (...) Der Infoteil mit Fakten und Argumenten wurde in Zusammenarbeit mit Amnesty International – und damit kompetent – erstellt. Sehr zu empfehlen für die aktuelle Jugendecke und die Menschenrechtserziehung Schulen.“ ekz – Informationsdienst
„Das Buch von Reiner Engelmann bietet nicht nur aufgrund des Zahlenmaterials ein umfassendes Bild der Situation der Kinder dieser Welt, es ist auch sehr eingängig geschrieben. Engelmann beschränkt sich nicht nur auf die Aufarbeitung statistischer Daten, sondern er veranschaulicht an zwei Beispielen aus Indien und Ruanda, welches Elend sich hinter den Zahlen verbirgt. Er erzählt die Geschichte von Mudhakar, der seit seinem achten Lebensjahr für 25 Cent am Tag in einem indischen Steinbruch in Schuldknechtschaft arbeitet." Süddeutsche Zeitung, 25. August 2008 |