Türme über der Stadt | ![]() größeres Bild anzeigen ISBN 9783927905863 Preis: €18,40
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Eine Autobiographie aus den ersten Jahren der chinesischen Republik Herausgegeben und mit einem Nachwort von Helmut Martin. Das Leben in der Provinzstadt, das Verhältnis zwischen Minderheiten und Chinesen, das Bildungswesen in der Provinz, das lokale Militär, die Versuche eines revolutionären Umschwungs, erste Liebeserlebnisse und ein Wanderleben, das schließlich anch Peking führt, sind die wichtigsten Themen des chinesischen Lebensberichtes. Seine Vielfältigkeit und Lebendigkeit allerdings ist mit dieser Aufzählung kaum zu fassen. Shen Congwens Autobiographie behandelt die Jugendjahre des Autors, die Nachwirkungen des Boxer-Aufstandes, die Querelen der lokalen Militärherrscher bis zur Revolution von 1911 und zur Vierten Mai-Bewegung 1919, die der westlichen Gedankenwelt die Tore öffnete, und berichtet von Shens Versuch, 1922 in Peking Fuß zu fassen, wo er sich schließlich als Schriftsteller durchsetzen kann. Shen hat das Leben an der Peripherie des chinesischen Reiches in der ganzen Vielfalt der Erscheinungen dargestellt. Er wuchs in einer Familie von Militärs auf, und die Autobiographie schildert bildhaft die eigenen Wanderjahre in regionalen Miliz- und Militärverbänden. Chinas spannungsreiches Verhältnis zu den Minderheiten wird exemplarisch dragestellt, denn der Autor beschreibt in allen Facetten das Leben des farbenprächtig-störrischen Miao-Volkes in Südwest-China, dem Shen sich durch Blutsbande insgeheim zugehörig fühlt. Das im Umbruch befindliche ländliche China ersteht in einer Farbigkeit und Lebendigkeit, wie sie kein soziologischer oder zeithistorischer Überblick vermitteln kann. | ||||||||||||
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