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Geld ohne Wert

Grundrisse zu einer Transformation der Kritik der politischen Ökonomie

Robert Kurz

Der vorliegende Essay stellt den Versuch dar, verschiedene Argumentationsstränge einer grundlegenden Neuinterpretation der Kritik der politischen Ökonomie in einer Art Übersicht oder Gesamtschau vorzustellen. Vier große Themen sollen dabei in einem ersten Versuch zusammengeschlossen werden: Erstens das Problem der vormodernen oder vorkapitalistischen Sozietäten in ihrer grundsätzlichen Differenz zur negativen "ökonomischen" Vergesellschaftung der sogenannten Moderne. Zweitens der historische Konstitutionsprozess des Kapitals in der Frühmoderne. Drittens die Logik und der kategoriale Zusammenhang oder "Kreislauf" (Marx) des Kapitals als sein eigener Reproduktionsprozess oder "Gang in sich". Und viertens der innere Selbstwiderspruch und die logische innere Schranke der kapitalistischen Dynamik als manifestes Resultat der fortschreitenden Binnengeschichte des Kapitalfetischs. Einen zentralen Zugang zu dieser Transformation der Kritik der politischen Ökonomie liefern die Auseinandersetzung mit dem "methodologischen Individualismus" in den bürgerlichen Gesellschaftswissenschaften und im Marxismus sowie die Klärung des Substanzbegriffs der abstrakten Arbeit. Damit wird eine kategoriale Kritik des Kapitalismus begründet, vor der die gesamte demokratisch domestizierte Linke bislang zurückscheut.

Monströser Fetisch Kapital
"Geld ohne Wert" das letzte Buch von Robert Kurz ist erschienen
... Der am 18. Juli verstorbene Robert Kurz hat in seinem neuen, nun posthum erschienenen, Buch "Geld ohne Wert" die gegenwärtige bürgerliche Volkswirtschaftslehre erbarmungslos seziert. In der Hauptsache setzt er sich jedoch mit der "Neuen Marx-Lektüre" und ihrem profiliertesten Vertreter Michael Heinrich ... auseinander. Für Kurz ist er ein "postmoderner Revisionist". ... Der Autor bleibt sich auch in seinem letzten Werk treu, indem er keine Alternativen aufzeigt, Klassenkämpfe lediglich als Verteilungskämpfe innerhalb des kapitalistischen Systems wahrnimmt und die Möglichkeit einer Eliminierung der strukturellen Krise durch staatliche Lenkungsmaßnahmen strikt verneint. Immerhin betont er den repressiven Charakter der "abstrakten Arbeit" und kommt zu dem Schluß, daß "die Arbeitsverwaltung und Hartz IV in der BRD" autoritärer walteten als die untergegangene DDR-Bürokratie. Die von zahlreichen Noch-Linken angestrebte Krisenmitverwaltung könne nur zur Komplizenschaft mit der »bürokratischen Sterbehilfe für die Massen der kapitalistisch Unbrauchbaren« führen. Am Ende des Buchs steht ein zutiefst pessimistischer Ausblick. Kurz sieht als Ergebnis des Kapitalfetischs eine "verdinglichte Opferbewegung, die im Resultat alle zivilisatorischen Elemente der bisherigen menschlichen Geschichte zurücknimmt." Gerd Bedszent, Junge Welt, 18.08.2012


Kapitalismus als Opferreligion
"Kurz' ... Weiterführung der Marxschen Theorie ... entwickelt eine narrative Wucht, der man sich nicht entziehen kann. Das ist weniger als eine Strategie, aber mehr als eine bloße Idee. Gegen den Kapitalismus in Stellung gebracht könnte sie wirklich zum polizeiwidrigen Ärgernis für die herrschende Ordnung werden." Florian Schmid, Neues Deutschland, 30.08.2012

 

Weitere Bücher von Robert Kurz

Robert Kurz: WeltordnungskriegRobert Kurz: Blutige VernunftExit! No. 6  2009EXIT! No. 8 2011EXIT! No.7 2011EXIT! No. 5  2008EXIT! No. 4  2007EXIT! No. 1  2004EXIT! No. 2  2004EXIT! No. 3  2005
Kurz: Geld ohne Wert
ISBN 978-3-89502-343-9
420 Seiten, Klappenbroschur
Erscheinungsjahr 2012

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