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Wegrennen mit Mutter

Christopher Mlalazi

Andreas Münzner

Simbabwe, kurz nach der Unabhängigkeit Anfang der 1980er Jahre: Gemeinsam mit ihrer Mutter, ihrer Tante und ihrem kleinen Cousin flieht die 14-jährige Rudo vor dem Gukurahundi genannten und von der jungen Regierung um Mugabe angeordneten Genozid an den Ndebele. Die vier sind die einzigen Überlebenden der einstigen Großfamilie, denen Shona und Ndebele angehören. Auf ihrer Flucht werden sie wiederholt Zeugen des gewalttätigen Vorgehens der Regierungstruppen und treffen auf weitere Flüchtende. Warum ihre Familien und ihre Nachbarn im Matabeleland gefangen, gefoltert und getötet werden, können sie sich lange Zeit nicht erklären.
Aus der Sicht Rudos erzählt, kommt der Roman in einem ruhigen, undramatischen und visuellen Stil daher, der weder vom Grauen voyeuristisch profitieren noch damit die Leserschaft gleichsam erschlagen will, sondern bricht zuletzt liebevoll dem Glauben an Humanität und Versöhnung Bahn.
Der Roman wird von Andreas Münzner aus dem Englischen übersetzt und ist Teil der Afrika-Reihe im Horlemann Verlag, die von Manfred Loimeier herausgegeben wird.

Blick ins Buch unter:
www.blickinsbuch.de/center/cm/cm_cm.php?djMxNTY9NTExMTIwMDgxNiZ2ODMxMj1ibGlja2luc2J1Y2guZGUmdjczNzY9OTc4Mzg5NTAyMzYwNiZmbGFzaD0x

200 Seiten ganz starke Literatur – gewaltig und von ganz besonderer Zartheit. Kondensiert, verknappt und damit bestechend. Der Autor kreiert ohne blutrünstige Gräuelschilderungen ein Schreckensszenario, das aufrüttelt, zutiefst sensibilisiert und die Aufmerksamkeit auf Dinge lenkt, die man nur allzu gern ignorieren möchte. "Wegrennen mit Mutter" ist ein absolut bemerkenswerter Text, der unter die Haut geht und Tränen in die Augen treibt – ist er doch zugleich eine der berührendsten Mutter-Kind-Geschichten, die ich je gelesen habe. (Petra Kassler, litprom, Buchtipp im Juni 2014)

Mlalazi versteht es hervorragend, Spannung zu entwickeln und den Leser tief in die Geschichte mitzunehmen. ... Es ist erfrischend zu lesen, wie sich Mlalazi einem Thema wie dem Völkermord nähert. (Sophie Sumburane, Ltmag, CULturMAG)

Mlalazis Buch ist ein berührender literarischer Beitrag zur Geschichte Simbabwes, zugleich ein Mahnmal für die zivilen Opfer der afrikanischen Bürgerkriege und ein universelles Zeugnis dessen, was Flucht vor Krieg und politischer Gewalt für alle Menschen bedeutet. (Martin Zähringer, Neue Zürcher Zeitung)

Eine eindringliche, unter die Haut gehende Schilderug von Chaos und Gewalt. (Johannes Kaiser, SWR2 Forum Buch)

 

Mlalazi: Wegrennen mit Mutter
ISBN 978-3-89502-360-6
208 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
Erscheinungsjahr 2013

Preis 16,90 €
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