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seltene erden

LYRIKPAPYRI

Arne Rautenberg

Mathias Jeschke

Man gehe mit dem »Apokalyptiker aus dem Norden« (FAZ) durch das Jahr. Blühe auf: als junges Buchenblatt – und falle nieder: als einzelne Schneeflocke. Arne Rautenberg überrascht. Der aktuelle Liliencron-Dozent schert sich nicht um die übliche Dichter-Botanik. Er lässt Formen wie Wildkraut gedeihen und mäht sie auf der nächsten Seite nieder. Ohnmachtsanfälle, dunkle Windzüge, Spaziergänge nahe am Abgrund – Rautenberg wandelt dahin. Jeder Schritt ein romantisches Echo, jeder Vers ein rollender Stein. Am Ende die Einsicht: Je düsterer die Gedichte, desto heller ihr Schein!

Die LYRIKPAPYRI werden von Mathias Jeschke herausgegeben.

Voll Sprachartistik. (Börsenblatt)

Wir haben es mit einem Dichter zu tun, der seinen Übermut („Bäm!“) ebenso hinausschreit wie Selbstironie. (Nürnberger Zeitung)

Nichts hält hier die Phantasie und Wortspiellust im Zaum, ganz mühelos werden die Möglichkeiten des Gedichts ausgelotet, von der modernen Hymne bis zum drolligen Silbentanz, von der Lautmalerei bis zur realistischen Beobachtung. (Jürgen Brôcan, fixpoetry.com)

Die Gedichte in „seltene erden“, mit ihrem fast barocklyrischen Zweiklang von existenzialer Wucht und experimenteller Wortartistik, treffen ins Mark, und sie erinnern an die zwar einfache, mitunter aber folgenreiche Möglichkeit bedeutender Kunst: Sie erweitert die Grenzen des Erfahrens und Begreifens. (...) Rautenbergs ideenreiche Verskunst ist ein trotziger Einspruch gegen die geistlose Härte des Verrinnens und Vergenens. (Kai Sina, FAZ)

Alltägliche Eindrücke gehen hier Hand in Hand mit poetischen Versen. Ausdrucksvolle Zwei- und Dreizeiler motivieren Gedankengänge, die ebenso tiefgründig wie komisch sind. Viele Gedichte bilden ihre Aussage nicht nur durch Wörter und Sätze, sondern auch visuell durch Kreise, Wellen und schwingende Formen. Hier arbeitet der Dichter einen Kontrast zur normgetreuen kantigen Anordnung untereinander stehender Verse heraus durch die verspielte Wirkung der umfließenden Formen. (...) Die Gedichte in „seltene erden“ sind nicht nur für die Avantgarde und auch keine gefühlvolle Wortspielerei. Rautenberg fasst für jeden sichtbare Zustände und Tatsachen in eine einfache Sprache und leitet daraus vielschichtige Schlüsse und Ideen ab.
Gedicht des Monats beim Haus der Deutschen Sprache
www.hausderdeutschensprache.eu/2015/02/gedicht-des-monats-februar-2015/#more-778

Arne Rautenbergs Gedichtband "seltene erden" erweist sich, je länger man sich darin versenkt, als ein souverän komponiertes, in sich schlüssiges und konsequentes Werk. Fernab jeglicher Larmoyanz setzt es sich mal ernst, mal ironisch, mal heiter mit dem Schicksal auseinander, ein Mensch zu sein. Dies geschieht nicht dogmatisch sondern, wie es sich bei guter Literatur gehört, fast spielerisch. Und es geschieht nie mit Bitterkeit, sondern vielmehr mit einer milden Form der Resignation. (Christopher Ecker, SR2)

 

Weitere Bücher von Arne Rautenberg

Rautenberg: mundfauler staubRautenberg: nulluhrnull
Rautenberg: seltene erden
ISBN 978-3-89502-383-5
92 Seiten, Klappenbroschur
Erscheinungsjahr 2014

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