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Die Überwindung des Möglichen

Roman

Kirstin Breitenfellner

Die Mittdreißigerin Tinka arbeitet in einem Wiener Antiquitätenladen. Nach Dienstschluss begibt sie sich mit dem Fotoapparat auf die Jagd nach dem Leben. Aber das Leben lässt sich nicht in Bildern festmachen. Es erscheint lieber selbst in ihrem Laden: in Form von zwei sich extrem unterscheidenden Männern. Paula steckt in einer gegensätzlichen Situation. Sie hat einen fünfzehn Monate alten Sohn und das Gefühl, zwischen Wickeltisch und Spielplatz eingeklemmt zu sein. Die beiden Lebensentwürfe stehen im Kontrast zueinander, und doch ist es nicht leicht zu entscheiden, wer es besser getroffen hat.

Die Fragen der beiden Protagonistinnen spiegeln sich in den anderen Figuren. Neben den beiden Männern Konstantin und Kai, dem Komponisten und dem Telekom-Angestellten, sind das die Russin Olga, eine Odessiterin, die ihre Vergangenheit in einem totalitären Regime und ihre Familiengeschichte voller Tragödien noch nicht überwunden hat. Und der Ungar Attila, Tinkas Chef, ein Getriebener mit einem dunklen Geheimnis, der, aus seiner Emigration nach Australien zurückgekehrt, Antiquitäten aus Osteuropa nach Wien schmuggelt. Wenn Tinka und Paula glauben, kein „echtes“ Leben zu haben, werden sie durch diese Biografien eines Besseren belehrt, denn das Leben scheint nur manchmal woanders zu sein. In Wahrheit steckt man immer mittendrin.

„In den letzten Sequenzen löst Kirstin Breitenfellner die Personenkonstellation durch einen originellen Einfall in überraschender Weise auf – und plötzlich sieht man das bisher Erzählte in anderem Licht! Beinahe fällt einen nun die Lust an, vor dem Hintergrund der neuen Situation den ganzen Roman noch einmal zu lesen.“ (Christian Schachenreiter, Oberösterreichische Nachrichten, 23.01.2013)

„Kirstin Breitenfellner beschreibt die weiblichen Lebensentwürfe, die Hoffnungen und Enttäuschungen sprachlich gewandt und mit großer Empathie. Sie zeigt die Frauen überzeugend in Entscheidungssituationen, aber auch in stillen, unspektakulären Momenten.“ (Irene Prugger, Wiener Zeitung, 7.12.2012)

„„Die Überwindung des Möglichen“ ist ein Vexierspiel von Lebensentwürfen zwischen Fremd- und Selbstbestimmung, Fatalismus und Optimismus.“ (APA, 6.1.2013)

„Ein guter Roman, unaufgeregt und intelligent; metaphorische Gedanken bedeuten großen Lesegenuss.“ (Christin Moll, ekz, 27.12.2012)

 

Breitenfellner: Die Überwindung des Möglichen
ISBN 978-3-89502-336-1
248 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
Erscheinungsjahr 2012

Preis 19,90 €
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